10 Milliarden bis 2050

Im Jahr 2050 werden 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Sie alle möchten etwas essen. Schon heute hat unser Nahrungssystem aber erhebliche Nachhaltigkeitsprobleme. Insbesondere die Proteinwirtschaft hat mit einigen Problemen zu kämpfen und so eröffnen sich hier nicht nur die grössten Herausforderungen, sondern auch die vielversprechendsten Lösungen.

Es braucht neue Ansätze, Technologien und Prozesse um diese grosse Aufgabe zu meistern, aber schlussendlich können wir alle unseren Beitrag leisten.

Beatrice Conde-Petit

Beatrice Conde-Petit ist Food Science Officer bei der Bühler Group. Dort arbeitet sie an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie und der Industrie für die Ernährung von morgen.

 

Transparenz

Viele neue Produkte, die mit neuen Verfahren hergestellt werden, bedeutet auch, dass es schwieriger wird sich für die „richtige“ Wahl zu entscheiden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die ganze Produktion und Wertschöpfungskette bis ins kleinste Detail zurückverfolgt werden kann und dem Konsumenten transparent dargelegt wird.

Biodiversität

Für den Anbau von Soja, Mais, Reis und Weizen werden rund die Hälfte des Ackerlandes weltweit benötigt. Ein Grossteil davon fliesst in die Futtermittelproduktion. Mehr pflanzliche Proteine aus anderen Quellen ist also auch eine Chance für die Biodiversität unseres Planeten.

Zellbasierte Landwirtschaft

Einzellige Organismen können genutzt werden um gewisse Nährstoffe direkt zu gewinnen oder bestehende Nahrungsmittel damit anzureichern. Weltweit wird an verschiedenen Standorten daran geforscht.
Bis diese Lösungen marktreif sind und auf unseren Tellern landen könnte es aber noch einen Moment dauern.

Nebenströme

Rund ein Drittel der Nahrungsmittel die weltweit produziert werden landen im Abfall. Dies geschieht entlang der ganzen Wertschöpfungskette: Beim Anbau wird aussortiert, bei Transport und Lagerung können Lebensmittel verderben und schlussendlich wird auch beim Konsumenten weggeworfen. Deshalb ist es eine Riesenchance diese „Abfallprodukte“ zu nutzen und wieder in die Wertschöpfungskette einzugliedern.

Musik: Dandy – KETSA |
Zusätzliches Videomaterial: Oil Spill Investigation Tour in Siberia – Greenpeace, Impossible Foods Mediakit, Pexels: harabe 1001, Kindel Media, Marian Croitoru, Tom Fisk, Everett Bumstead, Pixabay, ArtHouse Studio, Taryn Elliot, Limva.pl, cottonbro, suellen