Alternative Proteinquellen

Pflanzenbasiert

Pflanzen nicht mehr an Tiere zu verfüttern, sondern die Proteine daraus gleich direkt für die menschliche Ernährung zu nutzen ist ein Ansatz. Hierfür stehen eine Vielzahl an pflanzlichen Proteinen zur Verfügung. 

Insekten

In vielen Kulturen der Welt werden Insekten gegessen. In der westlichen Welt ist es doch eher selten, obwohl Insekten Nebenströme wieder upcyceln könnten. Die grösste Chance sieht die ETH hier darin die Insekten in Futtermitteln für Fisch und Geflügel einzusetzen, schliesslich ernähren sich diese ursprünglich von Insekten.

Tatsächlich werden für diesen Prozess nicht Heuschrecken, sondern Schwarze Soldatenfliegen verwendet. In der Schweiz ist die Verwertung von Essensabfällen auf diesem Weg ausserdem noch nicht zugelassen.

Mikroalgen

Mikroalgen sind einzellige Organismen, die je nach Spezies bis zu 70% Proteingehalt in Trockenmasse haben. Sie brauchen wenig Platz und können ununterbrochen angebaut werden.

Fleisch aus dem Labor

Eine ganz andere Herangehensweise ist es, nicht das Fleisch als Produkt zu ersetzen, dafür aber das Tier als den Erzeuger. Theoretisch und auch praktisch können tierische Proteine im Labor gezüchtet werden. Bis diese Alternative marktreif ist, wird aber noch einige Zeit vergehen.

Lukas Böcker

Lukas Böcker ist Postdoktorand an der ETH Zürich und forscht dort im Labor für nachhaltige Lebensmittelverarbeitung. Mit alternative Proteinquellen kennt er sich aus, sein Spezialgebiet sind die Mikroalgen und deren Anwendung.

Musik: Dark Sky – KETSA | 
Zusätzliches Videomaterial: Pexels: ArtHouse Studio, Limva.pl, Anna Korckà, Pixabay, harabe 1001